Räuchern mit Kohle – So räuchere ich!

Die Rauhnächte stehen bevor und vielleicht möchtest du diese magischen Nächte nutzen, um mit dem Räuchern zu beginnen. Wenn du nicht genau weißt, was du alles zum Räuchern benötigst und wie du am besten vorgehst, zeige ich dir hier, wie ich eine Reinigungsräuchern vornehme. Das Beste vorab: es gibt keine Räucherpolizei – du kannst (bis auf die Sicherheitsvorkehrungen!) nichts falsch machen. Wenn du es mal ausprobiert hast, kannst du ganz intuitiv vorgehen und dir deine eigenen Räucherrituale schaffen.

Am Abend des Neumondes räuchere ich am liebsten. Es gibt mir die Gelegenheit zu reflektieren, loszulassen und mich bei Bedarf neu auszurichten. Weitere Anlässe zum Räuchern sind beispielsweise nach Krankheit, nach Streit, bei Neuanschaffungen, bei Abschied, zu Beginn von etwas Neuem, bei Unsicherheit, bei Vollmond und an Feiertagen. Wie gesagt, du kannst Räuchern, wann immer dir danach ist.

Das benötigst du zum Räuchern:
Räuchermischung, Räucherschale, Räuchersand, Zange und Kohle. Optional: Zettel und Stift, Klangschale, Fächer oder Feder.

  1. Schalte deine Rauchmelder aus.
  2. Fülle deine Räucherschale mit einer 2 – 3 cm hohen Schicht Räuchersand.
  3. Halte deine Kohle mit der Zange fest und entzünde sie. Durch den Schnellzünder (Salpeter) entstehen kleine rote Funken.
  4. Lege die Kohle in deine Räucherschale auf die Sandschicht.
  5. Die Kohle benötigt ca. 10 Minuten, bis sich eine weiße Ascheschicht gebildet hat.
  6. Nutze diese Zeit, um zwei Zettel zu schreiben. Auf den ersten Zettel schreibst du alles, was du loslassen möchtest: z.B. alte Energien, Sorgen, Streit, Krankheit. Auf den zweiten Zettel schreibst du auf, was du dir wünschst.
  7. Schließe alle Türen und Fenster, die nach draußen führen.
  8. Beginne mit dem Räuchern in der Küche und gehen mit dem Uhrzeigersinn alle Räume durch.
  9. Lege zu Anfang ½ Teelöffel deiner Räuchermischung auf die durchgeglühte Kohle.
  10. Wedele mit der Hand, einer Feder oder einem Fächer den Rauch von unten nach oben auch in die Ecken und unter Tischen, in Schränke und hinter Gardinen. Räuchere, bis der Rauch im Raum steht.
  11. Zwischendurch kannst du das verbrannte Räucherwerk mit deiner Zange von der Kohle streifen und neues auflegen.
  12. Vergesse nicht, beim Räuchern deine Absichten oder ein Mantra aufzusagen. Lass es weg, wenn du dich dabei nicht wohl fühlst.
  13. Mit einem Klang aus der Klangschale kannst du jeden Rauchvorgang pro Zimmer abschließen.
  14. Halte Türen und Fenster geschlossen und gehe Raum für Raum vor.
  15. Während der Einwirkzeit, kannst du auch um das Haus herum räuchern. Ich habe auch schon mein Auto ausgeräuchert.
  16. Zum Abschluss kannst du den ersten Zettel mit deinen Loslass-Wünschen zusammenknüllen und in der Schale verbrennen (mach das am besten draußen). Dein Sorgen lösen sich „in Luft auf“.
  17. Die Einwirkzeit kannst du selbst bestimmen. Ich empfehle mindestens 30 Minuten.
  18. Öffne anschließend die Türen und Fenster und lasse den Rauch mit der alten Energie entschwinden. Lüfte ordentlich durch.
  19. Jetzt kannst du deine Räume mit neuer positiver Energie füllen. Hier kannst du dein eigenes Ritual entwickeln. Zünde eine Kerze an und spiele deine Lieblingsmusik, nimm ein Vollbad oder harmonisiere die Wohnung mit einer zweiten, sanften Räucherung – vielleicht auf dem Stövchen.
  20. Entscheide nun, was du mit dem zweiten Zettel mit deinen Wünschen tun möchtest. Trage ihn immer bei dir oder lege ihn in dein Nachtkästchen; lege ihn unters Gipfelkreuz oder vergrabe ihn am Strand – es sind deine Wünsche, gehe sorgsam mit ihnen um.
  21. Schalte deine Rauchmelder wieder ein.
  • Achte bitte auf Kinder und Haustieren – die dürfen während des Räuchervorgangs nicht anwesend sein. Ebenso gilt besondere Vorsicht bei Schwangeren oder Stillenden.
  • Lasse die Kohle nie unbeaufsichtigt! Die glühende Kohle und das Räucherwerk kannst du mit Sand oder Wasser in einem feuerfesten Gefäß löschen. Pass auf! Oft gibt es im Räucherwerk versteckte Brandherde.
  • Die Wirkung des Räucherns ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen und basiert auf traditionellem Volksglauben. Räuchern ersetzt nicht den Gang zum Arzt oder Psychotherapeuten. Nicht essen oder als Tee aufgießen!
  • Es gibt kein falsches Räuchern! Probier’ es einfach aus und lass deine Intuition entscheiden.